Was bedeutet UBL und CII?
- Mina Smolej

- 27. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
UBL und CII sind die zwei gängigen "Sprachen", in denen E-Rechnungen verfasst werden. Sie definieren, wie Rechnungsdaten strukturiert und zwischen Systemen ausgetauscht werden. Sie stehen für:
Cross Industry Invoice (CII)
Universal Business Language (UBL)
Sie basieren beide auf das XML-Format.
Inhaltsverzeichnis
Wie sieht CII-Code aus?
Im folgenden Abschnitt sehen Sie, wie Zahlungsinformationen in einer E-Rechnung im CII-Format dargestellt werden. Der Code zeigt, wie Rechnungsbetrag, Währung, Zahlungsart und Bankverbindung strukturiert hinterlegt sind:
Wie sieht UBL-Code aus?
Die gleichen Zahlungsinformationen lassen sich auch im UBL-Format abbilden. In diesem Beispiel wird deutlich, wie UBL die Daten mit anderen XML-Tags und einer leicht anderen Struktur codiert:
Wie erkennt man den Unterschied zwischen CII und UBL?
Der Unterschied zeigt sich direkt im XML-Code:
Bei CII beginnen die XML-Elemente typischerweise mit ram: oder udt:. Bei UBL starten sie meist mit cbc: oder cac:.
Auch die Bezeichnungen der Felder unterscheiden sich. So wird die Währung der Rechnung bei CII als "InvoiceCurrencyCode" bezeichnet, während sie bei UBL "DocumentCurrencyCode" heißt. Die "Sprache" ist also eine andere.
Welche Sprache wird wann benutzt?
CII wurde speziell für Rechnungen entwickelt und hat sich in Deutschland als Standard für E-Rechnungen durchgesetzt – sowohl XRechnung als auch ZUGFeRD basieren darauf.
UBL ist ein internationaler XML-Standard für Geschäftsdokumente und wird vor allem für internationale B2B-Rechnungen genutzt, zum Beispiel im Peppol-Netzwerk.
Für die meisten kleinen Unternehmen reicht es aus, CII zu verwenden. UBL wird nur relevant, wenn Rechnungen ins Ausland oder ins Peppol-Netzwerk geschickt werden.
Beide Formate erfüllen die EN 16931 und sind vollständig kompatibel mit den europäischen Vorgaben für E-Rechnungen.

Welche Sprache nutzt Rechnungshub?
Rechnungshub erstellt E-Rechnungen im CII-Format.
Welche Sprache verlangt das Finanzamt?
Das Finanzamt akzeptiert alle E-Rechnungen, die den europäischen Standard EN 16931 erfüllen. Damit ist grundsätzlich sowohl CII als auch UBL möglich.
Was ist das XML-Format?
XML steht für Extensible Markup Language. Es ist ein standardisiertes Textformat, mit dem Daten strukturiert gespeichert und zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht werden können.
XML wird nicht nur für E-Rechnungen verwendet. Auch andere Geschäftsdokumente wie Lieferscheine, Bestellungen oder Versandinformationen können in XML strukturiert gespeichert und zwischen Systemen ausgetauscht werden.
XML speichert Informationen in klar benannten Feldern, sogenannten Tags, die leicht von Software gelesen werden können. Zum Beispiel zeigt der folgende XML-Code einen digitalen Lieferschein:


